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Home Sonderthemen Zähne bis ins hohe Alter erhalten
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10:51 19.02.2018
Parodontitis-Patienten sollten frühzeitig zum Zahnarzt gehen. FOTO: JACKF/FOTOLIA

19.02.2018

Gesundheit & Pflege

Die Parodontitis-Therapie verfehlt offenbar häufig ihr Ziel, Zähne zu erhalten. Dies geht aus dem Barmer Zahnreport 2017 hervor. Nach einer Parodontitis-Therapie gehen demnach bei einem Drittel der Erkrankten innerhalb von vier Jahren Zähne verloren.„Die Parodontitis-Therapie scheint für viele Patienten zu spät zu kommen. Man kann den Betroffenen daher nur dringend raten, frühzeitig zum Zahnarzt zu gehen und dessen Therapieempfehlungen auch konsequent umzusetzen“,sagt Prof.Dr. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzende der Barmer.

Wer nicht jährlich zur Kontrolluntersuchung gehe, verdoppele sein Risiko Zähne zu verlieren. Wichtig sei die regelmäßige Nachsorge, da der am Zahnhalteapparat Erkrankte auch nach der Behandlung ein Risikopatient bleibe. Bei Parodontitis handelt es sich um eine chronische Erkrankung.

Wie aus der Studie hervorgeht, ist hierzulande mehr als die Hälfte der Erwachsenen mittleren Alters, rund fünf Millionen Frauen und Männer, von Parodontitis betroffen –oft ohne es zu wissen. Unter den Senioren leiden sogar nahezu zwei Drittel darunter. Laut Zahnreport lassen etwa 50 Prozent der Erwachsenen in einem Zeitraum von zwei Jahren eine Parodontitis-Untersuchung vornehmen. Nur weniger als zwei Prozent der Versicherten, und zwar 1,2 Millionen Frauen und Männer, haben im Jahr 2015 eine Therapie durchlaufen. „Auch wenn natürlich nicht jeder Betroffene jedes Jahr eine Therapie benötigt, gibt es doch eine deutliche Diskrepanz zwischen den an Parodontitis-Erkrankten und den Behandelten. Dies ist umso bedenklicher, da der Therapie-Erfolg immer unsicherer wird, je weiter die Erkrankung vorangeschritten ist“, erklärt der Studienautor Prof. Dr. Michael Walter, Direktor der Dresdener Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus.


Liebe Leserinnen, liebe Leser

Tessa MaiborgRedaktion Gesundheit
Tessa MaiborgRedaktion Gesundheit

Für den nächsten Arzttermin loggt man sich auf der Internetseite des Mediziners ein, der hat über die Patientenkarte Zugriff auf sämtliche Befunde des Patienten, die Diagnose erfolgt über eine online- Analyse und Operationen erledigt „Dr. Chip“ – ein computergeführter Apparat. Für die Pflege wohnt „Schwester Robotnix“ mit im Haus und gelegentlich loggt sich der Arzt statt eines Hausbesuchs per Videokonferenz in die Stube des Patienten ein.

Sehen so die Medizin und die Pflege der Zukunft aus?

Viele Menschen haben Angst vor diesem noch sehr befremdlichen Szenario. Aber angesichts des kaum noch zu deckenden Bedarfs an Ärzten und Pflegekräften, der immer älter und damit gebrechlicher werdenden Gesellschaft und des rasanten medizinischen Fortschritts kann man wohl davon ausgehen,dass zunehmend Maschinen und Apparate menschliche Tätigkeiten ersetzen. Einiges davon ist schon seit Jahren Realität. Und das ist gut so. Denn warum sollten Patienten auf die Vorteile der neuesten Technik verzichten und Ärzte ihre hervorragenden Fähigkeiten nicht damit ergänzen? Operationsmethoden, an denen weltweit verstreut lebende Mediziner am virtuellen OP-Tisch mitwirken, sind schon lange üblich. Mit dem stählernen Operationsassistenten „da Vinci“, der präziser arbeitet als es ein Mensch könnte, geht das UKSH noch einen Schritt weiter – mit großem Erfolg (lesen Sie den Bericht auf Seite 11).

Vor technischem Fortschritt in der Medizin sollte niemand Angst haben. Er hilft, Risiken zu minimieren und Menschen zu entlasten.

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