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Ausbildung & Beruf Wege zum Wunschstudium

Wenn der Numerus clausus ein Problem beim Wunschstudium ist: Wer nach Alternativen bei der Studienplatzwahl sucht, kann trotzdem seinen Traumberuf erreichen 

Viele Wege führen nach Rom: Um das passende Studium zu erreichen, muss man eventuell einen Umweg nehmen.        FOTO: DENISISMAGILOV-STOCK.ADOBE.COM 

Da hat man sich angestrengt, Kurse ins Abschlusszeugnis eingebracht, in denen man besonders gut abgeschnitten hat und andere weggelassen, aber das Abitur ist doch nicht so geworden wie erhofft. Der Notendurchschnitt scheint frustrierend, oft ist es nur die Zahl hinter dem Komma, die einen verzweifeln lässt. Ist das das Aus für den erhofften Studiengang? Kann man sich nun den Traumberuf abschminken?

Numerus Clausus prüfen

Es ist der Numerus clausus, der NC, der als Schreckgespenst vielen die Hoffnung raubt, Arzt oder Psychologe, Tiermediziner oder Apotheker, Richter oder Betriebswirt werden zu können. Er bezeichnet den Notendurchschnitt, den man braucht, um einen Studienplatz an einer bestimmten Hochschule zu bekommen. Dieser NC ist jedoch nicht festgelegt, denn er ergibt sich jedes Semester neu – und zwar aus Angebot und Nachfrage. Ausschlaggebend ist, wie viele Studienplätze an der jeweiligen Hochschule zur Verfügung stehen und wie beliebt diese Unis bei den jungen Menschen sind, also wie viele Abiturienten sich dort mit welchen Noten bewerben. Eine erste Recherche hilft weiter. Um sich schnell einen Überblick über die verschiedenen NC-Bestimmungen in den einzelnen Bundesländern zu verschaffen, ist das Portal Abitur & Studium geeignet. Dort findet man durchaus Hochschulen für Studiengänge, für die eine weniger gute Note reicht oder in der der Studiengang sogar zulassungsfrei ist. Wer an die TU Clausthal statt oder an die FH Bingen steht und nicht auf die Studentenhochburgen Berlin oder München beharrt, hat auf jeden Fall mehr Chancen.

Wartezeiten und Abi-Schnitt sind unabhängig voneinander

Die Hochschulen müssen einen bestimmten Teil der Plätze in NC-Studiengängen nach Wartezeit vergeben. Mit welcher Wartezeit man einen Platz bekommt, ergibt sich ebenfalls jedes Semester neu. Die Anzahl der Wartesemester ist ein eigenständiges Kriterium bei der Vergabe von Studienplätzen durch die „Stiftung für Hochschulzulassung“. Wartezeit und Abi-Schnitt haben allerdings nichts miteinander zu tun. Entgegen der landläufigen Meinung wird die Wartezeit nicht auf die Note angerechnet.

Viele Wege führen nach Rom

Wenn der Unterschied zum NC nicht all zu hoch ist, kann es hilfreich sein, etwas anderes zu tun, denn auch da gilt: Viele Wege führen nach Rom, ein Umweg führt oft auch zum Ziel. Ein Jahr im Ausland, ein Freiwilligendienst, eine Berufsausbildung oder ein Studium im Ausland sind nie vertane Zeit. Zum einen bringen sie weiter, was die persönliche Entwicklung angeht und lassen die zukünftigen beruflichen Pläne klarer werden, zum anderen werden sie bei den Hochschulen als Wartezeiten angerechnet: Jedes halbe Jahr, das seit dem Abi vergangen ist, zählt automatisch als ein Semester Wartezeit, man muss sich dafür nicht speziell registrieren lassen.

An der Verlosung teilnehmen

Eine weitere Chance auf das Wunschstudium ergibt sich kurz vor Semesterbeginn. Dann werden jene Studienplätze im Losverfahren vergeben, die übrig geblieben sind, weil die Ausgewählten abgesagt haben. Die Termine dafür legen die Hochschulen individuell fest. Wer teilnehmen will, sollte sich über die genauen Bedingungen und Fristen informieren. Oft werden freie Studienplätze auch bei der Online-Börse freie-studienplaetze.de gemeldet.

Zulassung muss neu geregelt werden


Bis Ende 2019 müssen Bund und Länder die Auswahlkriterien für Studienplätze in der Human-, Zahn- und Tiermedizin sowie in der Pharmazie und Psychologie neben der Abiturnote neu regeln. Das hat das Bundesverfassungsgericht Ende vergangenen Jahres entschieden.

Die Hochschulen müssen Auswahlkriterien einführen, die sich nicht bloß an den Schulnoten orientieren. Berücksichtigt werden soll, dass Top-Leistungen im Abitur in einigen Bundesländern schwieriger zu erreichen sind als in anderen. Verfahren, mit denen die Hochschulen die Eignung ihrer Bewerber selbst prüfen und die Auswahl abhängig von vorangegangenen Berufsausbildungen, sollen ab 2020 objektiv nachvollziehbar und überprüfbar sein. Die Wartezeit wird dann begrenzt werden. Carola Pieper 
freie-studienplaetze.de
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