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Gesundheit & Pflege Im Alter besonders wichtig: ausreichend trinken

Orangensaft kann ein wertvoller Bestandteil der Ernährung sein

Ob fest oder flüssig: Orangen sind eine sehr wertvolle Vitaminquelle. FOTO: LARS ZAHNER/FOTOLIA

Eine ausgewogene Ernährung ist ein wichtiger Baustein, um die Gesundheit und das körperliche Wohlbefinden langfristig zu erhalten. Das gilt umso mehr, je älter man wird.

Mit dem Alter nimmt das Durstempfinden ab, oder es wird bewusst weniger getrunken, um zum Beispiel den beschwerlich gewordenen Gang zum WC zu vermeiden, sagt die Ernährungswissenschaftlerin Ricarda Holtorf, zuständig für das Thema Seniorenverpflegung bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). „Zudem können höhere Flüssigkeitsverluste auftreten, da die Niere den Harn nicht mehr so gut konzentrieren kann.“ Die Diplom-Oecotrophologin empfiehlt daher eine Trinkmenge von mindestens 1,3 bis 1,5 Litern am Tag. An erster Stelle sollten energiearme Getränke wie Wasser und ungesüßte Kräuter- und Früchtetees stehen. Ist die Trinkmenge zu gering, können Säfte und Saftschorlen das Angebot bereichern. „Menschen mit Demenz haben oft eine Präferenz für Süßes“, sagt Holtorf. „Möchte man dem Wunsch nachkommen, ist ein Saft eine gute Lösung.“

Auch die ausreichende Nährstoffversorgung ist für über 65-Jährige unerlässlich. Damit dem Alter der Energiebedarf sinkt, ist es wichtig, zu energiearmen und nährstoffreichen Lebensmitteln zu greifen. Pflanzliche Lebensmittel wie Gemüse und Obst erfüllen diese Anforderungen am besten. Täglich sollten etwa 400 Gramm Gemüse sowie 250 Gramm Obst auf dem Speiseplan stehen.

Fruchtsaft wie beispielweise Orangensaft kann eine gute Ergänzung sein: „Die Nährstoffzusammensetzung von Orangen ist im Vergleich zu Orangensaft etwas besser, aber nicht wesentlich anders“, so die Expertin. „Deshalb kann gelegentlich eine Portion Gemüse oder Obst durch Frucht- und/oder Gemüsesaft ersetzt werden. Denn gerade, wenn das Kauen schwerfällt oder die Lust am Essen fehlt, ist es oft leichter ein Glas Orangensaft zu trinken, als die Obstportion zu essen.“

Zudem unterstützt O-Saft die Versorgung mit Vitamin C. Ein kleines Glas (150 Milliliter) enthält rund 55 mg Vitamin C und deckt damit etwa 50 Prozent des Bedarfs für die Altersgruppe 65 + ab.

Editorial

Liebe Leserinnen, liebe Leser
Jessica Ponnath, Redaktion Gut betreut
Jessica Ponnath, Redaktion Gut betreut
Sie wird wohl langsam alt, habe ich noch wehmütig gedacht, als ich bei einer Familienfeier im Frühling den unsicheren Gang meiner Mutter bemerkt habe. Jetzt ist es Herbst geworden. Und in diesen wenigen Monaten hat sich ihr Zustand drastisch verschlechtert: Die Demenz hat schnell, hart und grausam zugeschlagen.

Noch können meine Eltern zusammen in ihrem geliebten Zuhause leben. Aber ohne die Unterstützung meines Vaters würde es für meine Mutter daheim schon längst nicht mehr gehen.

Uns „Kinder“ stellt das abrupt vor dringliche Fragen. Wie können wir – zum Teil über viele hundert Kilometer hinweg – für unsere Eltern da sein?Welche Alternativen haben wir? Tagespflege? Betreutes Wohnen? Wie lang sind die Wartelisten? Woher bekommen wir Rat in pflegerischen, rechtlichen und finanziellen Fragen?

Auch Sie werden in ihrer Familie sicher schon öfter mal über das Älter werden und die damit verbundenen Wünsche der Senioren gesprochen haben. Doch wenn aus der Theorie plötzlich Praxis wird, kann sich das anfühlen wie eine Vollbremsung mitten im temporeichen Lauf des Lebens.

Glücklicherweise gibt es viele Experten- und ehrenamtliche Helfer, die Betroffene professionell beratenundweiterhelfen. Die Situation der Pflegebedürftigkeitmagtraurig sein, aber sie ist nicht ausweglos. Das machen auch all die engagierten Menschen und Pflegekräfte deutlich, die wir Ihnen in dieser Ausgabe vorstellen. Sie alle haben sich auf die Fahnen geschrieben: Niemand ist allein, jeder ist gut betreut.

Liebesleben der Senioren
Die Menschen bleiben länger körperlich fit, und das eben auch im Bett. Personen, die in einer Beziehung leben, haben im Alter regelmäßiger Sex als Alleinstehende. Von den 60- bis 70-Jährigen, die in Partnerschaft leben, sind gut drei Viertel sexuell aktiv. „Es gibt zwar ein paar Einschränkungen, aber nach meiner Erfahrung kann man damit gerade in einer Partnerschaft gut umgehen“, so Sexologin Ann-Marlene Henning. Bei Single-Männern in dem Alter liegt der Anteil der sexuell Aktiven bei 38 Prozent, bei Frauen nur bei zwölf Prozent.
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