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Home Sonderthemen Ein Experte für Schmerzen am Po
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10:57 19.02.2018
Schon junge Menschen können an schmerzhaften Hämorrhoiden in der Analregion leiden.             FOTOS: CP, RUIGSANTOS/ STOCK.ADOBE.COM
Katholisches Marien-Krankenhaus Lübeck
Parade 3
23552 Lübeck
Tel. 0451/ 14 07 - 0
www.marien-krankenhaus.de
Fachabteilungen:
Chirurgie
Anästhesie
Augenheilkunde
Frauenheilkunde
Geburtshilfe
Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
Innere Medizin
Urologie

Vorträge für Patienten

Das Marien-Krankenhaus Lübeck lädt Interessierte zu seinen Facharztvorträgen ein. Die Fachärzte vermitteln in verständlicher Weise neue Erkenntnisse zu medizinischen Themen. Die Vorträge richten sich an Betroffene und ihre Angehörigen. Anschließend können Fragen gestellt werden und es besteht die Möglichkeit, sich mit den Referenten und anderen Interessierten auszutauschen.

Volkskrankheit Hämorrhoiden – Welche neuen Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Donnerstag, 22. Februar, 19 Uhr, Veranstaltungsraum im Erdgeschoss
Ansprechpartner:
Dr. med. Claus Blumberg (Facharzt für Chirurgie und Proktologie) Keine Anmeldung erforderlich

Hormonfreie Verhütung mit Kupferkette, Kupferperlen-Ball, Goldspirale und Co.

Donnerstag, 22. März, 19 Uhr Veranstaltungsraum im Erdgeschoss
Ansprechpartner:
Priv.-Doz. Dr. med. Jan Smrcek (Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe) Keine Anmeldung erforderlich

Kreißsaalführungen

Jeden 1. und 3. Donnerstag im Monat jeweils um 19 Uhr haben werdende Eltern die Gelegenheit, den Kreißsaal zu besichtigen.
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19.02.2018

Gesundheit & Pflege

Es ist ein Thema, über das man nicht gerne spricht, das große Auswirkungen auf das Wohlbefinden hat: Erkrankungen des Enddarms betreffen ein Tabu. Doch mehr als die Hälfte der Erwachsenen erkranken einmal in ihrem Leben in dieser Körperregion. Dann machen Beschwerden wie Juckreiz, Brennen und Schmerzen, Blutung, nässende Ausschläge, Druckgefühl im Enddarm und sogar Inkontinenz zu schaffen. „Die Ursachen für diese Beschwerden sind sehr vielfältig“, sagt Dr. med. Claus Blumberg, Facharzt für Chirurgie und Proktologie. Der Arzt, der eine Praxis in der Ratzeburger Allee betreibt und neu im Team der Fachärzte am Lübecker Marien-Krankenhaus ist, ist spezialisiert auf das Erkennen und die Behandlung der Ursachen von Hämorrhoiden und vielen anderen Erkrankungen der Analregion. „Hämorrhoiden, also die Vergrößerung der Gefäßpolster, die für die feine Abdichtung des Analkanals gegenüber Luft und Flüssigkeiten verantwortlich sind, kommen sehr häufig vor“, sagt er. Betroffen seien heute auch schon junge Menschen, die zu wenig Vollkornprodukte, Gemüse und Obst zu sich nehmen. Denn zu den wichtigsten Faktoren, die das Entstehen von Hämorrhoiden begünstigten, gehöre das Stuhlverhalten. „Angewohnheiten wie das Unterdrücken oder Erzwingen des Stuhlganges, langes Sitzen und Pressen, vor allem aber das Nachpressen führen zum Ausleiern der Schleimhaut und zur Erweiterung der Hämorrhoidalpolster“, erläutert der Spezialist. Auch Schwangerschaften können Hämorrhoidalbeschwerden auslösen.

Dr. med. Claus Blumberg ist ein renommierter Facharzt für Chirurgie und Proktologie.
Dr. med. Claus Blumberg ist ein renommierter Facharzt für Chirurgie und Proktologie.

Wenn es juckt, nässt oder gar zu Blutungen kommt, wenn ein normaler Stuhlgang nicht mehr möglich ist, sollten Betroffene einen Proktologen aufsuchen. „Mithilfe spezieller Untersuchungen können wir die Ausprägungen der Erkrankungen definieren und eine symptomgerechte Therapie einleiten“, sagt Blumberg. „Ziel ist es dann, die Gefäßpolster auf normale Größe zu reduzieren. Dafür stehen verschiedene Möglichkeiten zu Verfügung.“

Während wenig vergrößerte Hämorrhoiden per eingespritztem Medikament verödet oder per Gummiband abgebunden werden, ist auch eine Operation erfolgreich und befreit von den Beschwerden. „Dann ist, je nach Größe des Eingriffs, eine stationäre Behandlung von drei bis vier Tagen im Marien-Krankenhaus empfehlenswert“, sagt Blumberg.

Sein operatives Spektrum reicht von konventionellen Operationen bis zu neueren Methoden. Die operative Entfernung der Hämorrhoiden ist auch durch moderne Lasertechnik möglich. „Die Operation mit dem medizinischen Laser stellt eine Innovation dar“, sagt Blumberg, der im vergangenen Jahr an zahlreichen internationalen Kongressen teilgenommen hat und dort auch als Referent aufgetreten ist. Der erfahrene Proktologe genießt unter seinen Kollegen im In- und Ausland großes Ansehen. „Durch die Lasersonde wird die Hämorrhoide direkt verkleinert, was eine schmerzarme Operation darstellt“, sagt er. Ziel der Behandlung mit dem Laser sei das kontrollierte Schrumpfen der Hämorrhoiden bei gleichzeitigem Erhalt ihrer Funktion.

Welche Operationsmethode am besten geeignet ist, entscheidet Blumberg nach Befund. „Für den Patienten des Marien-Krankenhauses ist es gerade beim Thema Enddarmerkrankungen, zu denen auch Analfissuren, Analfisteln, Steißbeinfisteln, Marisken und Tumore gehören, wichtig, dass er mich aus der Praxis kennt. Ich operiere ihn und betreue ihn auch nach der Operation.“ cp


Hebammen und Geburtshelfer am Marien-Krankenhaus

Gelungene Kooperation führt zu hoher Patientenzufriedenheit

Die Hebamme Maja Zeidler ist bereits seit 25 Jahren am Marien- Krankenhaus Lübeck tätig. FOTO: CAROLA PIEPER
Die Hebamme Maja Zeidler ist bereits seit 25 Jahren am Marien- Krankenhaus Lübeck tätig. FOTO: CAROLA PIEPER

Für die optimale Rundumbetreuung von Schwangeren und Neugeborenen ist das Lübecker Marien-Krankenhaus bekannt. Und zwar weit über die Grenzen der Hansestadt hinaus. Für alles, was vor, während und nach einer Geburt für Mutter und Kind wichtig ist, wird gesorgt. „Die Hebammen und Geburtshelfer im Haus möchten, dass jede Frau Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett als etwas Schönes erlebt“, sagt Maja Zeidler, die schon seit 25 Jahren als Hebamme im Marien-Krankenhaus tätig ist. „Unsere Empathie und medizinische Kompetenz bilden die Basis dafür, dass uns Eltern vertrauen.“

Werdende Eltern schätzen die entspannte, ja familiäre Atmosphäre, die einzigartigen Möglichkeiten, eine Geburt zu erleben, die ärztliche Betreuung sowie die individuelle Versorgung. Es ist die Kombination aus Fachwissen und familienfreundlicher Atmosphäre sowie das perfekt vernetzte Versorgungssystem, was dazu geführt hat, dass im vergangenen Jahr 1568 Kinder im Lübecker Marien-Krankenhaus geboren wurden. Damit ist das Marien-Krankenhaus die viertstärkste Geburtsklinik in Schleswig-Holstein.

Auch zeigen die Bewertungen von Patientinnen in der Weißen Liste, einem Kliniksuchportal der gesetzlichen Krankenversicherungen, wie sehr das Marien-Krankenhaus geschätzt wird. Es gab Spitzenwerte für die Betreuung durch Ärzte und Hebammen. 92 Prozent der Befragten würden das Krankenhaus ihrer besten Freundin weiterempfehlen.

Als reines Belegkrankenhaus ist es den Ärzten und Hebammen wichtig, die Abläufe gut zu regeln. Das beginnt mit dem ersten Eindruck, den die werdenden Eltern bei der Kreißsaalführung gewinnen und der Hebammensprechstunde. Dort werden wichtige Fragen der Mutter geklärt und Formalitäten erledigt, die unter der Geburt als störend empfunden werden. Die Schwangere lernt den Geburtshelfer bereits in der Praxis kennen. „Die Grundlage für die vertrauensvolle Zusammenarbeit während der Geburt kann so entstehen“, sagt Maja Zeidler.

2017 führten öffentliche Diskussionen über die Versicherungsprämien der Belegärzte zu Verunsicherungen bei Patienten. „Wir freuen uns, dass wir die Debatte in Gang gebracht und Lösungen gefunden haben, die dazu beitragen, dass die Zukunft der Geburtshilfe im Marien-Krankenhaus gesichert ist“, sagt Dr. med. Reinhardt Lettau, Ärztlicher Direktor. „Die Geburtshilfe im Marien-Krankenhaus steht also weder jetzt noch zukünftig in Frage.“ cp


Die neue Schraube

Fußoperationen im Marien-Krankenhaus jetzt mit neuer Schraubengeneration

Für schmerzhafte Deformationen wie zum Beispiel der Hallux Valgus (links) ist die neue Operationsmethode mit der Magnesiumschraube ein großer Fortschritt. FOTOS: CP, MARIEN-KRANKENHAUS
Für schmerzhafte Deformationen wie zum Beispiel der Hallux Valgus (links) ist die neue Operationsmethode mit der Magnesiumschraube ein großer Fortschritt. FOTOS: CP, MARIEN-KRANKENHAUS

„Wir sind sehr froh, dass uns das Marien-Krankenaus diese innovative Operationsmethode ermöglicht“, sagen Dr. med. Edzard Busemann und Dr. med. Jan Siemers. Die beiden Fachärzte von der orthopädisch- chirurgischen Praxis am Stadtpark haben sich auf chirurgische Eingriffe am Fuß spezialisiert und schwärmen für ein neuartiges Material, das den Heilungsverlauf nach einer Operation revolutioniert: Mit Magnesium-Implantaten lassen sich beispielsweise Hallux Valgus- Operationen, also Eingriffe am Großzehenballen, risikoarm und schonend durchführen.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Titan- oder auflösbaren Polyaktid-Implantaten seien diese neuartigen Schrauben aus einer besonderen Magnesiumlegierung nämlich überaus körperverträglich, erklärt Busemann. „Magnesium ist als wichtiger Mineralstoff des Stoffwechsels jedem Körper vertraut. Der Organismus resorbiert ihn, um daraus beispielsweise Knochengewebe zu bilden. Das gleiche passiert auch mit der Magnesium- Schraube, die wir bei unseren Fußoperationen einsetzen.“

Dr. med. Edzard Busemann (vorne), Facharzt für Orthopädie, und Dr. med. Jan Siemers, Facharzt für Chirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie, arbeiten mit innovativen Magnesiumschrauben.
Dr. med. Edzard Busemann (vorne), Facharzt für Orthopädie, und Dr. med. Jan Siemers, Facharzt für Chirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie, arbeiten mit innovativen Magnesiumschrauben.

Wenn zum Beispiel bei einer Hallux Valgus-Operation der Mittelfußknochen umgestellt wird, um die Knochenachse zu verändern, und dies mit einer kleinen Schraube aus Magnesium fixiert wird, wird das Material innerhalb von einigen Wochen vom Körper in Knochen umgewandelt. Das zeigen auch die Röntgenbilder. „Es verbleibt kein Metall im Körper, das irgendwann Beschwerden verursachen könnte“, pflichtet Siemers seinem Kollegen bei. „Damit entfällt auch eine zweite Operation, wie sie zur Entfernung anderer Implantate oftmals notwendig ist.“ Außerdem wirke das Magnesium antibakteriell und helfe darum, Infektionen und Entzündungen am operierten Knochen vorzubeugen. Gleichzeitig ist das Implantat stabil und fest. Damit ist gewährleistet, dass die Knochen zuverlässig ihre angestrebte Position halten und wieder gut zusammenheilen.

Der Hallux Valgus ist dabei nur eine Indikation, bei der die beiden Fußchirurgen „die neue Schraube“ empfehlen. Korrekturen von Hammerzehen, Versteifungen von Zehen und Fingern, Fixierungen von Frakturen an Sprunggelenken sowie andere altersbedingte Verschleißerscheinungen, aber auch größere Sport- und Sturzschäden lassen sich mit den Magnesium- Schrauben erfolgreich behandeln. „Die Patienten profitieren sehr von unserem neuen Angebot“, sagt Busemann. „Die neue Technologie ist schonend, risikoarm und besonders attraktiv für aktive Menschen.“ cp

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